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Der Sinn des Lebens

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Der Sinn des Lebens

Da ich relativ viel Urlaub hatte und damit viel freie Zeit kam die Frage auf: Was mit der Zeit anfangen? Dahinter stand für mich die Frage: Was macht Sinn im Leben? Welche Aktivität, die ich in meiner freien Zeit tun kann, macht Sinn? Unter Sinn verstehe ich hier welche Aktivität bringt langfristig etwas, dient einem höheren Ziel, ist im Sinne des „Schöpfers“? Ich bin irgendwie davon ausgegangen, dass es einen objektiven Sinn geben müßte.

Je länger man sich mit dieser Frage beschäftigt, um so deprimierender kann es werden, wenn man keine Antwort findet. Denn eigentlich braucht man gar nichts mehr zu tun. Denn woher weiß man, dass es Sinnvoll oder „das Richtige“ ist? Und das Antworten finden ist nicht leicht.

Nach einiger Zeit bin ich dann auf die Idee gekommen im Internet nach Antworten zu suchen und habe auch so einiges gefunden.

Zunächst mal habe ich festgestellt dass sehr viele Leute genau wie ich irgendwie keinen Sinn gefunden haben. Das scheint zunächst mal ziemlich deprimierend: Was soll ich dann hier?? Eigentlich könnte man sich auch gleich umbringen... Aber wer will das schon?

Fest steht also folgendes:

-          Wir haben es uns nicht ausgesucht hier zu sein (zumindest nicht mit dem Bewußtsein, das wir hier auf der Erde haben)

-          Wir sind trotzdem hier und wollen uns nicht umbringen, warum auch immer

-          Es gibt keinen vorgegebenen höheren oder objektiven Sinn für unser hier sein.

-          Ich bin nicht der Einzige, der zu dem Ergebnis kommt, dass es keinen höheren Sinn gibt, sondern eigentlich alle Anderen auch. (gut, manche sehen Religion als Sinn, aber die einen die Eine Religion, die Anderen eine Andere, wieder nichts objektives... Dieser Punkt war für mich persönlich extrem wichtig. Denn da ich sehr religiös aufgewachsen bin und viele Christen als freunde habe, bin ich eigentlich in meinem Denken immer der Außenseiter. Da stellt sich unweigerlich die Frage, ob die vielen Anderen (Christen) vielleicht doch Recht haben...)

  •      Also bleibt letztlich nur eins, das Beste aus dem Leben zu machen.

Das schien mir auf den ersten Blick ziemlich trostlos. Wenn das Leben keinen höheren Sinn hat, was soll ich dann hier? Bis mir dann ein anderer Gedanke gekommen ist:

Da es keinen vorgeschriebenen, objektiven, höheren Sinn gibt, haben wir hier auf der Erde die größtmögliche Freiheit unser Leben selbst zu gestalten!! Wenn ein höheres Wesen uns also möglichst alle Freiheiten geben will, dann MUß es geradezu den objektiven Sinn im Leben weglassen! Andernfalls müßten ja alle versuchen diesen höheren Sinn zu erfüllen. Das höhere Wesen, wenn es denn eins gibt, war also ziemlich intelligent indem es den höheren Sinn hier auf der Welt gerade WEGGELASSEN hat! So sind wir föllig frei zu tun was wir wollen, unser Leben selbst zu gestalten! Diese Freiheit ist der eigentliche „Hammer“! „Höhere“ Wesen und ein Leben nach dem Tod gibt es meiner Meinung nach trotzdem, aber das ist eine Glaubensfrage und kann auch anders gesehen werden.

 

Diese Freiheit bringt jetzt aber auch das Problem mit sich, den Freiraum selbst zu gestalten. Das ist wesentlich schwieriger, als festgelegten Bahnen zu folgen. Man kann sich alles mögliche als Sinn oder Ziel in seinem Leben selbst wählen und man kann es jederzeit wieder ändern. Das ist wesentlich schwieriger als einer Vorgabe, wie zum Beispiel einer Religion, zu folgen. Das ist wohl immer so: wer ein selbstbestimmtes, freies Leben führen will muß Entscheidungen treffen können, für das eine und gleichzeitig gegen das Andere. Er muß sich sein eigenes Wertesystem aufbauen und gerade dieser Punkt ist extrem schwierig. Er kann nicht einfach den Vorgaben eines Anderen folgen, was wesentlich einfacher ist.

 

Und das Entscheidungen treffen fällt einem oft sehr schwer. Weil man in der Regel auch nicht alle Informationen hat, um die „Richtige“ Entscheidung zu treffen. Woher weiß ich schon, ob Job A oder Job B jetzt besser für mich ist, oder Studium X oder Y? Hier möchte ich besonders auf einen Punkt hinweisen: Gerade bei Entscheidungen gibt es eben kein „Richtig“ und „Falsch“! Richtig und Falsch setzt zunächst ein Bewertungsschema voraus, e.g. nach dem Motto: Richtig ist das, wobei ich am meisten Spaß habe oder womit ich mich am wohlsten fühle. Wenn ich mich also nach 1 Jahr mit Job A wohler fühle als mit Job B, dann war Job A richtig. Aber irgendwie gehen wir davon aus, dass wir dieses „wie ich mich in einem Jahr fühle“ schon jetzt wissen können. Das ist eben nicht der Fall! Es gibt eben sehr oft nur 2 Wege und wir wissen vorher nicht und können es auch mit noch so großer Anstrengung nicht in Erfahrung bringen, welcher Weg der „Richtige“ ist! Es ist ein Irrglaube zu meinen, wir könnten vorher wissen welcher Weg der „Richtige“ ist. Uns bleibt nur die Möglichkeit einen der beiden Wege zu gehen. In diesem Sinne möchte ich Mut machen, Entscheidungen einfach zu treffen und nicht zu lange zu zweifeln! Mal davon abgesehen sind es oft auch die schweren Zeiten, die uns nach Vorne bringen, die wir aber im Vorhinein sicher eher vermieden hätten...

siehe auch Glücklich Leben Punkt 4.

 

Oben habe ich geschrieben:

  • Also bleibt letztlich nur eins, das Beste aus dem Leben zu machen.

Jetzt stellt sich natürlich schon natürlich die nächste Frage: Was ist „Das Beste“ für mich? Diese Frage kann man jetzt allerdings im Gegensatz zu der „Sinn“ frage ganz egoistisch und für sich alleine beantworten. Man muß nach nichts „höherem“ oder „objektivem“ mehr suchen! Es ist jetzt eher die Reise zu sich selbst. Hinweise können auch von der Wissenschaft kommen, siehe auch meine Seite „Glücklich Leben“.

 

Die Frage nach dem Sinn ist oft gleichzeitig die Frage "was kommt nach dem Tod?". Geht man davon aus, dass es nach dem Tod - wie auch immer - weitergeht, so bekommt die Sinnfrage eine ganz andere Dimension, sie wird quasi von einer Realität außerhalb der materiellen Welt beantwortet. Will man also eine objektive Antwort auf die Sinnfrage finden, so muß man eine objektive Antwort auf die Frage „was kommt nach dem Tod?“ finden. Denn wenn es nach dem Tod weitergeht kommt der Sinn im materiellen Leben vielleicht wie e.g. bei den Christen daraus hier auf dieser Welt die Gemeinschaft mit Gott in der Eweigkeit vorzubereiten. Hier hat man aber das extreme Problem, dass es keine objektive Antwort auf die Frage „was kommt nach dem Tod“ gibt! Keiner weiß was nach dem Tod kommt, keiner ist zurückgekommen, jeder glaubt was anderes. Man kann also keine objektive Antwort finden. Aber diese Gedanken zeigen wie eng die Sinnfrage nach einem objektiven Sinn mit der Frage „Was kommt nach dem Tod“ verknüpft ist!

Geht man davon aus, dass mit dem Tod alles vorbei ist, so muß die Sinnfrage durch überprüfbare materielle Ereignisse beantwortet werden.

 

Ein ganz wichtiger Punkt bei der Sinnfrage ist sicherlich der Folgende: Warum stelle ich mir diese Frage überhaupt? Wieso gehe ich davon aus es gibt einen höheren Sinn oder es könnte ihn geben? Habe ich Angst vor etwas, e.g. vor der Hölle (was bei mir sicherlich zeitweise der Fall war)? Scheint mir meine Arbeit / mein Tun sinnlos? Was bedeutet die Sinnfrage für mich und weshalb muß ich eine Antwort finden?

 

Da ich mich nicht ewig mit der Sinnfrage beschäftigen kann, hatte ich zu einem Zeitpunkt als ich diese Frage für mich noch nicht beantwortet hatte immerhin eine mögliche Zwischenlösung gefunden:

  • Ich definier ich mir einfach einen Sinn, der so lange besteht bis ich einen besseren finde.

Auf diese Weise kann ich weiterleben und weitersuchen ohne eine finale antwort gefunden zu haben. Ist jetzt zwar keine geniale erkenntnis, fand ich aber hilfreich.

 

In einem Forum habe ich folgenden Beitrag gefunden:

"Sinn" des Lebens impliziert daß dem Leben von einem Erschaffer eine Art Telos mitgegeben wurde. Ich als Materialist sehe das Leben als biologische Funktion an die keinen weiteren Zweck als die blanke Existenz zu sichern hat. Was der Einzelne aus seinem Leben macht ist seine Sache, dies ist jedoch begriffsanalytisch von dem Begriff "Sinn" zu unterscheiden.

 

Hat man für sich entschieden, dass es also keinen höheren Sinn im Leben gibt, so bleibt natürlich der materielle, biologische Sinn, den auch alle Tiere umsetzen: Leben und überleben, möglichst viele Kinder bekommen, die eigene Art vermehren. Hierzu kann man auch Wissen und die Wissenschaft zählen (bringt die Menschen nach vorne), den Weltraum erobern, Kunst Musik, alles was die Menschen glücklich macht. Alle Lebewesen streben einem möglichst glücklichen Zustand, frei von Schmerz, zu. Durch die Evolution sind also die Lebewesen geblieben, deren glückliche Zustände das Überleben der Rasse sichern. Man kann also in dem Sinne alles was einen glücklich macht als voranbringen der eigenen Spezies betrachten.

 Hier sind noch ein paar interessante Gedanken von Anderen zum "Sinn des Lebens" zusammengestellt.

 Hier ist eine kleine Auflistung was glückliche Menschen von weniger glücklichen unterscheidet. 

 

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